Katzen zeigen Schmerzen fast nie offen. Das ist ein Instinkt aus der Wildnis – Schwäche zeigen war gefährlich. Als Katzenbesitzer musst du deshalb auf subtile Veränderungen achten.
Typische Anzeichen für Schmerzen bei Katzen
| Anzeichen | Was es bedeuten kann |
|---|---|
| Rückzug und Verstecken | Katzen suchen Sicherheit bei Schmerzen |
| Veränderte Körperhaltung (eingezogen, verkrampft) | Schutz schmerzhafter Körperstellen |
| Veränderte Mimik: zusammengekniffene Augen, angespannte Ohren | Schmerzausdruck (Cat Grimace Scale) |
| Aggressivität beim Anfassen bestimmter Stellen | Schmerzreaktion |
| Verminderte Fellpflege oder übermäßiges Lecken einer Stelle | Schmerz oder Reizung dort |
| Verändertes Fressverhalten (weniger oder gar nicht) | Schmerzen im Mundbereich oder allgemeine Schwäche |
| Verändertes Laufbild, Lahmen, Steifheit | Gelenkschmerzen, Verletzung |
| Lautere Geräusche als sonst (Klagen, Maulen) | Starke akute Schmerzen |
Die Cat Grimace Scale
Forscher haben eine Schmerzskala für Katzen entwickelt. Beobachte diese 5 Gesichtspunkte – je mehr zutreffen, desto wahrscheinlicher sind Schmerzen:
- Ohren: flach oder nach außen gedreht
- Augen: zusammengekniffen
- Maul: Mundwinkel nach unten, Kiefer angespannt
- Schnurrhaare: nach hinten und zusammengezogen
- Nasenbereich: gespannt und gewellt
Wann zum Tierarzt?
Wenn du mehr als 2-3 dieser Anzeichen erkennst oder sich das Verhalten deiner Katze plötzlich ändert: Tierarztbesuch nicht hinauszögern. Schmerzen haben immer eine Ursache – und die muss behandelt werden.
⚠️ Keine Schmerzmittel für Menschen geben! Ibuprofen, Paracetamol und Aspirin sind für Katzen giftig.
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